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Stein goes Berlinale

 
Unter diesem Motto regte eine Kollegin uns vor einigen Monaten dazu an, beim diesjährigen Berlinale Schulprojekt der Sparte Generation mit unseren Klassen teilzunehmen. Wir, Frau Boron mit der Klasse 9d und Frau Dr. Nicolaus mit der Klasse 10a, taten dies mit Neugier und im Bewusstsein, dass die Filmbildung in den letzten Jahren im Deutschunterricht (und nicht nur dort) zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Klasse 10a besuchte dann am 14. Februar 2019 den Spielfilm Beol-sae (House of Hummingbird)der aus Südkorea stammenden Regisseurin Kim Bo-ra. Der Film – eine autobiographisch geprägte Coming-of-Age-Geschichte – spielt im Jahr 1994 in  Seoul und erzählt aus dem Leben der 14-jährigen Eunhee, die in einer dysfunktionalen Familie aufwächst. Sie wird von ihrem Bruder geschlagen, streift mit Freundinnen auf Suche nach Abenteuern durch die Stadt, will sich verlieben und bleibt doch einsam, bis sie in ihrer Chinesisch-Lehrerin eine zugewandte, einfühlsame ältere Freundin findet, die beim Einsturz einer großen Brücke – ein traumatisches Erlebnis für die ganze aufstrebende Nation – ums Leben kommt. Der Film war allein aufgrund seiner Dauer von fast zweieinhalb Stunden in koreanische Sprache mit englischen Untertiteln eine Herausforderung und hatte nach Auffassung der meisten Schüler*innen auch durchaus überflüssige Längen. Andererseits besitzt er eine reiche Symbolsprache, die es im Unterricht zu interpretieren galt, und spricht Themen an, aus denen heraus sich eigenständige Filmprojekte entwickeln ließen. Eine Auswahl wird hier vorgestellt:
 
I Want You to Be Happy (Selbstakzeptanz)
Link leider (noch) nicht vorhanden. Somebody cares.
Guck mich an! (Häusliche Gewalt – wegsehen?)
Lone (Einsamkeit)
Wie EIN Mensch dein Leben verändert (Änderung der Lebenseinstellung)
 
Hier geht es zur Seite mit den Projektberichten der Oberschulen.
 
Beitrag U. Nicolaus
 
 
Kino mal anders …
 
An einem Freitag im Februar strahlte der Himmel über Berlin in sattem Blau. Leider zogen am Himmel der BVG an diesem Tag dunkle Wolken auf, denn ein Streik störte den öffentlichen Personennahverkehr empfindlich. Langsam füllte sich das Foyer des Hauses C mit 31 Schülern der Klasse 9d. Erstaunlich viele hatten es trotz Streiks zur Schule geschafft! Ziel des Ausfluges war das CinemaxX am Potsdamer Platz, das während der Berlinale 2019 Filme des Festivals präsentierte. Dort angekommen, ging es auch schon los. Auf dem Programm stand Guo chun tian oder auch The Crossing, eine chinesische Produktion der Newcomerin Bai Xue  mit englischen Untertiteln. Es ist die Geschichte von Peipei und ihrer Freundin Joe, zweier junger Mädchen mit vielen Träumen, die Grenzgänger zwischen der chinesischen Stadt Shenzen und Hongkong sind und damit zwischen zwei Welten pendeln. Beide haben den Traum, nach Japan zu reisen. Da sie Geld dafür brauchen, entscheidet sich Peipei für die riskante Mitarbeit in einem Schmugglerring. Der Film erzählt eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Enttäuschung und den Preis, den man bereit ist, für seine Träume zu zahlen. Ein chinesischer Film? Und dann auch noch mit englischen Untertiteln? – Das kann ja heiter werden, dachte sich sicher mancher Schüler der 9d. Das Berlinale-Erlebnis endete für alle mit der Live-Begegnung mit den Darstellern sowie der Regisseurin und für einige mit dem ultimativen Starfoto danach. In den Wochen danach erfolgte eine vertiefte inhaltliche sowie technische Auseinandersetzung mit dem Film im Deutschunterricht und eine filmpraktische Realisierung in Form von Kurzfilmen. Gewohnt kritisch, aber dennoch gut begründet, beurteilte die 9d den Film als durchschnittlich geeignet für das jüngere Berlinale-Publikum. Geschätzt wurden die starken Bilder aus einem anderen Kulturraum sowie das hohe Identifikationspotential mit der Geschichte, kritisch sahen die Schüler die fehlende Schnelligkeit des Films sowie verschenkte Spannungsmomente. Fazit des Berlinale-Experiments: Es kann sehr lohnenswert sein, sich Unbekanntem zu nähern
 
 
Guo chun tian/ The Crossing
 
Beitrag: K. Boron
30. Mai 2019/ ergänzt am 02. Juni 2019
 


Europa leben – 35 Jahre Schulpartnerschaft Berlin-Paris

 
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium – Lycée Saint-Michel de Picpus
 
„Machten wir uns heute eine Bilanz unseres geistigen Besitzes auf, so würde sich herausstellen, dass das meiste davon nicht unserem jeweiligen Vaterland , sondern dem gemeinsamen europäischen Fundus entstammt, in uns allen überwiegt der Europäer bei weitem den Deutschen, Spanier, Franzosen. Vier Fünftel unserer inneren Habe sind europäisches Gemeingut.“   José Ortega y Gasset
 
Dass dieses „Gemeingut“ am Vorabend der Wahl zum Europaparlament auf dem Prüfstand steht, hoben sowohl unser Schulleiter, Norbert Verch, und die Schulleiterin des Lycée Saint-Michel de Picpus, Marie-Astrid Courtoux-Escolle, als auch der Bezirksbürgermeister, Helmut Kleebank, sowie der Stein-Elternvertreter, Dr. Axel Schwope, beim Festakt zur 35-jährigen Schulpartnerschaft der beiden Gymnasien aus Paris und Berlin hervor. Doch dazu später.
 
Ursprünglich war der Festakt zum Jubiläum des „Europa im Kleinen“ im Bürgersaal des Spandauer Rathauses vorgesehen gewesen, aber just das „Europa im Großen“ machte dieser Planung einen Strich durch die Rechnung – der Bürgersaal war für die Vorbereitungen zur Europawahl schon belegt. Helmut Kleebank, wusste den „Umzug“ vom Bürgersaal in die Stein-Aula mit Humor zu kommentieren: „Ich besuche halt gern unsere Schulen.“
 
Der Fachbereich Französisch hatte – natürlich – ein kleines, aber feines Rahmenprogramm gestrickt: Lora Vangelova aus dem 2. Semester interpretierte – wortreich unterstützt von den Schülerinnen und Schülern der 7e – das Flüchtlingsschicksal auf dem Weg nach Europa Mercy von Madame Monsieur. Emily Schwarz aus der 10b und Tim Borchert aus der 10a rundeten, am Flügel begleitet von Tim Widmoser, den Festakt mit Louanes unverbrüchlichem Liebesgeständnis Je vais t’aimer ab. Auf dem sonnenüberfluteten Schulhof gab es Zeit für Häppchen, Getränke, Gespräche und das obligatorische Gruppenfoto.
 
 

Lora Vangelova – gedanklich und gesanglich auf dem Mittelmeer: „Mercy“


 
 

Beifall für Lora und den Bewegungschor der 7e


 
 
Zurück zu Europa, zurück zur deutsch-französischen Beziehung, zurück zum Schulleiter, Norbert Verch. Er hob auf die „Erbfeindschaft“ – begründet in einem überzogenen Nationalismus – zwischen beiden Völkern im 19. und 20. Jahrhundert ab, die den Menschen in Europa  „unendliches Leid“ zugefügt hätte und die nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich in die gemeinsame Sache „Europa“ mündete.
 
 

Norbert Verch


 
 
„Was tun gegen Nationalismus?“, Verchs Frage. Eine mögliche Antwort gäben das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und das Lycée Saint-Michel de Picpus seit nunmehr 35 Jahren – kaum etwas sei friedenserhaltender als der direkte Kontakt junger Menschen, und nicht nur dieser, schließlich wären in den mittlerweile 70 Austauschbegegnungen sowohl die gastgebenden Eltern als auch die organisierenden Lehrerinnen und Lehrer am „generationsübergreifenden Projekt“  beteiligt gewesen.
 
Der Schüleraustausch stelle für das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium einen „schulischen Grundpfeiler“ dar, Verchs Botschaft an die Gäste aus Paris: „ Sie sind für mich einer der engsten und wichtigsten Partner.“ Und diesen Austausch könne man weiter denken: So lud er die jungen französischen Gäste und auch zukünftige französische Schülergenerationen zu individuellen Besuchen oder Kleingruppenaufenthalten ans Stein-Gymnasium außerhalb des offiziellen Austauschprogramms ein. „Ohne kulturelle Neugierde ist keine Bindung von Dauer möglich, also leben wir unsere kulturelle Neugierde. Warum soll es nicht das 50. Austausch-Jubiläum geben – und dann vielleicht im Rathaus Spandau!“
 
 

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank


 
 
Den europäischen Gedanken der Friedenssicherung als Faden griff der Spandauer Bürgermeister Helmut Kleebank in seiner kurzen Ansprache auf und ergänzte ihn um den Blick ins Portemonnaie: „Niemand von uns hat – zum Glück – einen Krieg selbst erlebt. Wir wissen aber, dass es an vielen Orten in der Welt Krieg gibt, mit all dem Leid, das damit verbunden ist. Es ist für mich die erste wichtige Botschaft Europas: Die Gräben können noch so tief sein, die Feindschaft kann noch so groß sein – es ist möglich, das zu überwinden, und es ist möglich, auf Jahrzehnte Frieden zu schaffen. Es gibt eine zweite Botschaft, wie ich finde, und die lautet: Wenn wir zusammenarbeiten, wenn wir Konkurrenz als etwas Gesundes betrachten, das in gleichen und fairen Regeln miteinander funktionieren kann, dann ist es kein Kampf gegeneinander, sondern es ist zum Wohle aller, weil wir dann den Wohlstand für alle vermehren.“
 
 

(Fast) synchrone Übersetzung ist Schwerstarbeit


 
 
Als der Austausch für die Freiherr-vom-Stein-Oberschule (sic!) 1984 noch unter der Schulleitung von Dr. Wolfgang Bethge begann, hatte sich niemand vorstellen können, dass einmal ein 35-jähriges Jubiläum anstehen würde. Die West-Berliner Insellage und das metallene Pochen des Kalten Krieges, der immer noch ein heißer zu werden drohte, ließen den Blick auf einen weit gespannten Horizont nicht zu. Man rang um Kontakte in einer Welt, der das Tauwetter noch bevorstand. An ein kleines, aber bedeutendes Detail deutsch-französischen Tauwetters erinnerte die Schulleiterin des Lycée Saint-Michel de Picpus in ihren Ausführungen.
 
 

Die Schulleiterin des Lycée Saint-Michel de Picpus, Marie-Astrid Courtoux-Escolle, mit Dolmetscher Michael Hofmeister


 
 
„Es ist jetzt 35 Jahre her, 1984. François Mitterand war Staatspräsident und Helmut Kohl Bundeskanzler von Westdeutschland. Wie heißt es so schön in einem Lied des erst kürzlich verstorbenen Charles Aznavour: Es ist eine Zeit, die die unter Zwanzigjährigen nicht mehr kennen können, aber es war ein Zeitpunkt, zu dem die Europawahlen in Westdeutschland stattgefunden haben und ganz sicher ein Zeitpunkt, der schließlich zu dem berühmten Bild des … Händchen haltend zwischen dem Staatspräsidenten Mitterand und dem Bundeskanzler Helmut Kohl geführt haben. Eine sehr schöne, bedeutsame und versöhnliche Geste.“
 
 

Bundeskanzler Helmut Kohl (r.) und Francois Mitterrand, Präsident Frankreichs, ehren (Hand in Hand) die in den Weltkriegen gefallenen Soldaten beider Nationen auf dem französischen Nationalfriedhof Douamont. Quelle: Regierung.online


 
 
Die deutsch-französische Versöhnung als eine der wesentlichen Voraussetzungen eines gemeinsamen Europas, das, freundschaftlich und solidarisch verbunden, Menschen zusammenführe – so auch in diesem Austausch, in dem Sprache, Alltag, Kultur, Architektur und Kunst vermittelt würden, was Courtoux-Escolle vor Ihren Danksagungen an Eltern und Lehrkörper in Berlin und Paris in ihr Fazit goss: „Unser Austausch trägt auch dazu bei, Bürger Europas von morgen zu werden.“
 
 

Helmut Kleebank und Gabriele Fliegel, Vorsitzende der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V.


 
 
Der Elternvertreter am Stein-Gymnasium, Dr. Axel Schwope, betrat in seinem Beitrag zu dem gelungenen Abend die historischen Pfade wie gewohnt amüsant, aufgeräumt und mit einem Augenzwinkern, das scheinbar nichts Politisches wollte, aber doch zeigte, dass das Politische ganz dicht im Privaten verwoben ist …
 
 

Europa, Dr. Axel Schwope und Dolmetscherin Dominique Choquart


 
 
”So werde ich also ein sehr persönlich-gefärbtes kleines Potpourri von Gedankensplittern zu Paris einwerfen, die, obwohl klein und persönlich, zugegebenermaßen am Ende einen Blick auf Größeres erlauben … excusez-moi, je ne parle pas français …” Familienurlaube führten nicht ins benachbarte Frankreich … „es gab Sprachbarrieren” … aber dann mit Freund und eigenem Motorrad 3.000 km durch Frankreich. Zunächst Paris: “Wir wollten eine Stadt sehen, eine richtige Stadt. Wir dachten uns, es könne doch noch mehr geben als Europa-Center, Funkturm und Zentralflughafen Tempelhof … Uns gingen die Augen über ob der Großzügigkeit der Straßen, der Boulevards und der Schönheit der Gebäude …“ Aber wieder gab es Sprachbarrieren … excusez-moi …
 
… und trotzdem sollte sich der Student Axel Schwope einige Jahre später in “der Stadt der Liebe” auf dem Montmartre in Sacré-Cœur verloben – war das 1984? Ihre Tochter – eins von vier gemeinsamen Kindern – wurde bei einem Schüleraustausch von ihrem Französischlehrer motiviert, nach dem Abitur als Au-pair-Mädchen nach Frankreich zu gehen und schließlich ein Französisch-Studium für das Lehramt aufzunehmen. Der stolze Vater: “Und, keine Frage – sie wird die beste Französischlehrerin.”
 
Sprachen einen ein Land, Sprachen teilen den Kontinent. Sprachen erlernen und reisen bildet nicht nur – es eint auch Europa. Leider – oder zum Glück – verbindet auch die Abwehr gegen den Terror: je suis Charlie, je suis Tunis, je suis Bruxelles, je suis Berlin – “womit unsere beiden Städte wieder auf ganz andere Weise miteinander verbunden werden: Wir sitzen im selben Boot! …
 
… und deshalb ein direktes Wort an Sie, liebe Lehrerinnen und Lehrer, die den Schüleraustausch betreiben: Lassen Sie nicht nach! Diese Begegnungen sind wichtig, um zu erfahren, dass die Anderen schon anders sind, ja, aber – dass wir im selben Boot sitzen. Sie weiten mit Ihrer Arbeit den Horizont unserer Kinder.”
 
 

Stein-Promotion


 
 

Paris 12e arrondissement – Berlin Spandau


 
 

Die französischen Gäste


 
 

Gäste & Gastgeber


 
 

Die Zitadelle steht in Spandau, Spandau liegt in Europa


 
 
Redaktion & Beitrag: Frank Selig
Fotos: Patrick Neumann
28. Mai 2019
 
 
Was die deutsch-französische Freundschaft betrifft, so könnte man noch einmal ins Regal der Wiederholungen greifen …
 
 

Je vais t’aimer


 
 
 


Kinder "pflanzen" Bäume

Vor drei Monaten hatten Frau Schulze und die 8c zu  einer Nachhaltigkeitsaktion aufgerufen, mit der Plastik in Bäume umgewandelt werden soll:
 
Die Klasse 8c hat sich im Ethik-Unterricht mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt und sich Gedanken dazu gemacht, wie sie selbst nachhaltiger sein können bzw. wie der Umwelt geholfen werden kann. Hierbei sind sie unter anderem auf die Organisation „Plant for the Planet“ aufmerksam geworden. Diese Organisation pflanzt für jeden gespendeten Euro einen Baum in Südamerika.
 
Die Klasse möchte nun in den großen Pausen (Beginn: Mittwoch, 27.02.) Pfandflaschen im Eingangsbereich von Haus A sammeln. Sobald die Aktion an der Schule bekannt geworden ist, soll eine Art Container oder ähnliches aufgestellt werden, in welche die Flaschen eingeworfen werden können. Das so erworbene Geld soll als Spende der Organisation überwiesen werden.
 
Gepflanzt werden können nun …
 

 
Beitrag: J. Schulze
17. Mai 2019
 
PS: Die Redaktion ist der Meinung, die Aktion sollte fortgesetzt werden …


Begabtenförderung – eine Einladung

 
Seit nunmehr 12 Jahren bieten wir für besonders interessierte, lernfreudige und leistungsbereite Schülerinnen und Schüler im Rahmen unseres Schulverbundes an verschiedenen Standorten zusätzliche Nachmittagskurse zu unterschiedlichen Themen an.
 
Interessierte Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern aller Schulen der Region Spandau laden wir herzlich ein, sich von der Arbeit dieser Schülerinnen und Schüler aus den Schulverbundsgruppen ein Bild zu machen.
 
Die Kinder der Kurse werden gemeinsam mit den Kursleiterinnen ihre Arbeiten des letzten Schuljahres präsentieren und gerne Ihre Fragen beantworten.
 
Kursinhalte für das kommende Schuljahr werden vorgestellt, Termine bekannt gegeben.
 
Neue Anmeldungen fürs kommende Schuljahr 2019/20 sind an diesem Tag möglich.
 
Alle interessierten Schüler/innen und Eltern sind herzlich willkommen!
 
Norbert Verch
Schulleiter
 
 
[pdf-embedder url=“https://steingymnasium.de/wp-content/uploads/2019/05/Plakat-Präsentation-18-19.pdf“ title=“Plakat Präsentation 18 19″]


DS-Aufführungen am 16. & 17. Mai – "Alptraum KLASSENFAHRT"

 
Wer fährt nicht gerne auf Klassenfahrt?
 
Die zehnte Klasse der Sanguis-Oberschule hat dieses Glück und beschließt in eine Stadt zu fahren, wo es manch verfluchten Ort geben soll. Doch schon am Tag der Ankunft fragt sich die Klasse, ob das eine gute Idee war… Denn für die bunte Klasse bekommt die Farbe Rot plötzlich eine ganz neue Bedeutung: Eine Reise voller Liebe, Teufelsspiele und Tod beginnt …
 
 

Klassenfahrt – Probenfoto


 
 

Klassenfahrt – Probenfoto


 
 
[pdf-embedder url=“https://steingymnasium.de/wp-content/uploads/2019/04/DS-Plakat-3.pdf“ title=“DS – Plakat 3″]
 
 
Beitrag & Fotos: der DS-Kurs
Ansprechpartnerin: Frau Rüppel-Dittmann
09. Mai 2019


Der Kammermusikabend 2019

 
Am 22. März fand der diesjährige Kammermusikabend in unserer Aula statt. Schülerinnen und Schüler aus den verschiedensten Jahrgangsstufen waren dem Aufruf des Fachbereichs Musik gefolgt und gestalteten einen abwechslungsreichen Abend mit Klavier, Geige und Gesang. In gemütlicher Kammermusik-Atmosphäre waren in einem bunt gemischten Programm Werke von Händel, Bach, Schubert, Hellbach und auch einige Lieder von Bodo Wartke zu hören.
 
Die jungen Künstlerinnen und Künstler wurden mit reichlich Applaus belohnt, und der Musikfachbereich konnte sich über Spenden für die Umsetzung neuer Projekte freuen.
 
 

 

 

 

 

 
Beitrag & Fotos: R. Zern
28. April 2019


Der Lauf für Afrika 2019

 
Zum sechsten Mal organisierte ein Team um Herrn Völzmann den Stein-Lauf für Afrika durch die Spandauer Altstadt. Insgesamt 216 Schüler und Schülerinnen aus allen Klassenstufen hatten sich angemeldet und Sponsoren für den guten Zweck – die Ombili-Stiftung – eingeworben.
 
In der Altstadt informierte die Familie von Versen über die Ombili-Stiftung, die das Volk der San, die Ureinwohner Namibias, seit 30 Jahren unterstützt. Auch der Botschafter der Republik Namibia, seine Exzellenz Andreas Guibeb, kam zum Lauf, dankte den Aktiven und ließ es sich nicht nehmen, den Lauf mit uns zu eröffnen. Das Aufwärmen wurde tatkräftig durch Odjadike Pelenzi mit seinen Trommelrhythmen unterstützt, der auch während des Laufes für richtige Laufeventstimmung sorgte.
 
Bei kühlen Temperaturen aber Sonne gab Frau Fliegel vom Spandauer Wirtschaftshof den Startschuss. Die erste Runde wurde traditionell von allen Aktiven zusammen mit dem Organisationsteam Herrn Völzmann und Frau Hennig gelaufen. In jeder Straße des 400 m langen Rundkurses durch die Altstadt Spandau standen Schüler und Lehrer und feuerten die Aktiven lautstark an. Die Stimmung war wieder toll, viele Zuschauer waren so begeistert, dass sie spontan auch eine Runde mitliefen.
 

Die Einlaufrunde


 
Nach einer Stunde beendeten die Läuferinnen und Läufer erschöpft aber sehr zufrieden ihren Lauf. Nun musste Herr Weiß die gelaufenen Runden eintragen und das Ergebnis berechnen. Fazit: Es hat sich wieder gelohnt. Insgesamt wurden 2.100 Runden gelaufen, das entspricht 840 km oder einer Strecke von Berlin nach Zürich. Daraus ergibt sich eine Spendensumme von fantastischen 5.000 Euro!
 
Im Namen der Ombili-Stiftung bedanken wir uns bei allen Aktiven, allen Helfern, Zuschauern, Unterstützern und Spendern. Wir freuen uns auf den nächsten Lauf im Jahr 2021.
 
Silja Hennig,  Andreas Völzmann & Julian Weiß
 

Vor dem Lauf kommen die Reden


 

Frau Fliegel vom Spandauer Wirtschaftshof


 

Frau Dr. von Versen von der Ombili-Stiftung


 

Der Botschafter der Republik Namibia, seine Exzellenz Andreas Guibeb


 

Odjadike Pelenzi


 

Kurz vor dem Startschuss


 

Simulation des Startschusses für die Presse


 

Start


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sehen uns wieder …


 

… zum 7. Lauf für Afrika im Frühjahr 2021!


 
 
Der Lauf für Afrika im Spandauer Volksblatt Online vom 11. April 2019
 
Beitrag: S. Hennig
Fotos: Vincent Dujmić, Ariam Hassan, Philipp Lewicki, Patrick Neumann, Jasmine Sayed & Frank Selig
Redaktion: Frank Selig
14. April 2019


Deckel gegen Polio: ein Aufruf

 
Die Klasse 7c sammelt seit Beginn des Jahres Plastikdeckel von Flaschen und Getränkekartons für die Aktion Deckel gegen Polio – 500 Deckel eine Polioschutzimpfung! Am 10. April konnten wir die erste randvolle Kiste mit Deckeln bei der Spandauer Sammelstelle abgeben.
 
Wir laden alle Klassen und Lehrer ein mit uns zu sammeln.
Im Klassenraum der 7c steht immer ein Karton bereit.
 

Diana aus der 7c übergibt die ersten 500 Plastikdeckel bei der Sammelstelle am Brunsbütteler Damm.


 

 
Hier gibt es weitere Informationen:
 
500 Deckel …
 
Beitrag & Foto: A. Zander
14. April 2019


6. Lauf für Afrika

 
Am Mittwoch, dem 10. April um 12:00 Uhr startet der 6. Lauf für Afrika in der Spandauer Altstadt.
 
Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium unterstützt mit den erlaufenen Spendengeldern die Ombili-Stiftung, die sich seit 30 Jahren für die Ureinwohner Namibias, die San, einsetzt. Mit unseren bisherigen Spenden wurden ein Sportplatz mitgestaltet, eine Bibliothek eingerichtet, ein Schulerweiterungsbau unterstützt und Lehrkräfte finanziert. Das aktuelle Engagement gilt der Verbesserung der vorschulischen Erziehung der San.
 
Jedes Laufteam besteht aus zwei Läufer/innen (Schüler/innen, Eltern, Verwandte), die abwechselnd laufen sowie einer Person, welche die Runden zählt. Bei unserem „sponsored run“ suchen die Laufteams vorab Sponsoren, die pro erlaufene Runde einen individuell verabredeten Betrag spenden.
 
Meldungen von Laufteams sind noch möglich. Bitte per Zettel ins Fach von Herrn Völzmann, Frau Hennig oder Herrn Weiß.
 
 

 

 

 
Beitrag & Fotos: S. Hennig
31. März 2019


J ä h r l i c h e Religionsreise nach Prag

16 Schüler*innen der zehnten Klassen fuhren vom 18. bis zum 22. Januar 2019 nach Prag, um mehr über die jüdische Geschichte zu erfahren. Unsere Reise begann mit einer Stadtbesichtigung am ersten Abend. Dabei konnten sich alle von dem Glanz der Stadt im Dunkeln begeistern lassen. Mit der genauen Besichtigung der Prager Burg, dem Stadtviertel Kleinseite und der goldenen Brücke begannen wir am nächsten Tag. Wir stellten uns die Sehenswürdigkeiten gegenseitig mit kleinen Vorträgen vor, welche wir schon in Berlin vorbereitet hatten.
 
Am nächsten Tag führten wir diese Methode fort, als wir das jüdische Viertel besichtigten. Ein Mitglied der jüdischen Gemeinde erzählte uns viel über die Geschichte der mittelalterlichen Altneu-Synagoge. Im Verlauf des Tages besichtigten wir Ausstellungen über die jüdische Geschichte in weiteren Synagogen. Das Grab des berühmten Rabbi Löw entdeckten wir auf dem jüdischen Prager Friedhof. In der Pinkas-Synagoge bekamen wir einen ersten Eindruck von den Gräueltaten zu Zeiten des Nationalsozialismus. Die Wände sind vom Boden bis zur Decke dicht mit den Namen der verfolgten Juden und Jüdinnen aus Prag und dem gesamten Land beschrieben.
 
Um uns genauer mit dem Themenkomplex zu beschäftigen, fuhren wir am vorletzten Tag in das ehemalige Ghetto Theresienstadt. Dort wurden wir von zwei jungen Erwachsenen empfangen, die dort ihren Freiwilligendienst leisten. Zunächst bekam jeder von uns ein Thema, auf das er sich vorbereitete. Dann unternahmen wir eine wechselseitige Führung über das Gelände. Am Nachmittag beschäftigten wir uns kreativ in vier Gruppen mit den Biografien von Lagerinsassen. Durch diese intensive Beschäftigung mit einzelnen Personen ist es gelungen, der tragischen Geschichte ein Gesicht zu geben.
 
Zum Abschluss der Reise durften wir ein Gespräch mit der Zeitzeugin Doris Grozdanovicova  führen. Während dieses sowohl interessanten als auch bewegenden Gespräches schilderte sie uns ihr Leben im Ghetto und betonte dabei, dass sie mit ihrer Arbeit als Schafhirtin großes Glück hatte. Sie berichtete auch von grausamen Geschehnissen, allen voran der Deportation ihres Vaters. – Doris wird uns allen immer in Erinnerung bleiben!
 
Insgesamt war diese Reise sehr interessant und brachte uns wichtige Geschehnisse der Geschichte nahe und dennoch kam auch der Spaß nicht zu kurz.
 
 

Morgendlicher Aufbruch vom Bahnhof Spandau

 
 

Der Veitsdom auf der Prager Burg

 
 

Unsere Gruppe vor der Goldenen Pforte des Veitsdoms

 
 

Die Pinkas-Synagoge im jüdischen Viertel mit den Namen der Opfer der Shoa an den Wänden

 
 

Die Astronomische Uhr am Prager Rathausturm: oben in den Fenstern erscheinen zwölf Apostel

 
 

Prag by night: Blick vom Rathausturm auf die Nikolauskirche

 
 

Wechselseitige Führung in Theresienstadt: Stephanie und Anastasia informieren über die von Rabbiner Berlinger eingerichtete Synagoge in einem Hinterhof

 
 
 

Jan und Noah vor der Hamburger Kaserne in Theresienstadt

 
 

Gruppenbild mit der Zeitzeugin Doris Grosdanovicova

 
 

Doris Grosdanovicova

 
 

Blick aus dem Fenster unserer Unterkunft: Blutmond über Prag

 
 
Bericht: Lars Hanisch, Noah Sürth, Justus Treffon, Jan Westermann
Fotos: Patrick Neumann
31. März 2019