[Rückblick:] Straßenumbenennung: Elisa Gérard

Am 3.7.26 haben Schüler:innen der 10A und der 10E im Rahmen unserer Kooperation mit der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau am Festakt der Straßenumbenennung der Carossastraße in Elisa Gérard-Straße teilgenommen.

Der neue Straßenname erinnert an eine französische Zwangsarbeiterin, die von 1942 bis 1945 im ehemaligen Luftfahrtgerätewerk gearbeitet und im nahegelegenen Lager gelebt hat. Wie 80.000 andere Frauen aus dem besetzten Frankreich musste sie 12 Stunden täglich in einer Fabrik arbeiten, erhielt nur kleine Essensrationen und durfte sich nur unter Aufsicht morgens von ihrer Lagerbaracke zu ihrem Arbeitsplatz und abends wieder in die Baracke begeben.

Nach dem Enthüllen des Straßenschildes durch den Spandauer Bürgermeister, Frank Bewig, und den Baustadtrat, Thorsten Schatz, hat zunächst der Leiter der Jugendgeschichtswerkstatt, Uwe Hofschläger, den langwierigen Prozess der Umbenennung beschrieben, und dann Miriam Schult (10a) in einer gemeinsam mit Eleah Wohlfeldt (10a) geschriebenen Rede Elisa Gérard als Opfer der menschenfeindlichen nationalsozialistischen Diktatur gewürdigt.

Einen ersten Kontakt zu Lebzeiten von Elisa Gérard hatten ehemalige Stein-Schülerinnen geknüpft, die an einer Fahrt der Jugendgeschichtswerkstatt teilgenommen haben und zu ihr in den Elsass gereist sind. Eine der Mitreisenden hat in einer weiteren Rede von dieser bewegenden Begegnung berichtet.

Bilder: K. Koopmann, Text: M.-A. Gross

Ein Zeitungsbericht: „Spandau heute“